Unilever steigert PCR-Einsatz auf 10%

50 % weniger Neukunststoff für Verpackungen und zu 100 % wiederverwendbare, recyclebare oder kompostierbare Verpackungen bis zum Jahr 2025 – dies sind zwei der ehrgeizigen Kunststoffziele, die Unilever sich 2019 gesetzt hat. Nach einem Jahr zieht das Unternehmen eine Zwischenbilanz. Demnach konnte der Anteil von eingesetztem Post-Consumer-Rezyklat (PCR) weltweit auf 10% gesteigert werden.

Die Verwendung von PCR konnte weltweit auf rund 75.000 Tonnen gesteigert werden. Das entspricht rund 10 % des Kunststoff-Fußabdrucks von Unilever. In den kommenden zwölf Monaten soll dieser Anteil nochmals verdoppelt werden. Dies ist bereits ein großer Schritt in Richtung des Zieles, bis 2025 einen Anteil von mindestens 25% zu erreichen.

Immer mehr Verpackungen, die ganz oder teilweise aus PCR hergestellt werden, sind in den deutschen, österreichischen und schweizerischen Regalen zu finden. Produkte von Dove etwa sind seit Mitte des Jahres in Flaschen aus 100 % PCR erhältlich. Auch die Marke Sieben Generationen bietet seine umweltbewussten Wasch- und Reinigungsmittel in Flaschen aus PCR an. In Hamburg hat sich Unilever mit vier Partnern zu Hamburgs Wertstoff Innovative zusammengeschlossen und gezeigt, dass ein “echter” Kunststoff-Kreislauf funktioniert – lesen Sie hier mehr. Aus Kunststoffabfällen, die vollständig aus Hamburger Gelben Tonnen stammen, wurde eine Waschmittel-Flasche für Sieben Generationen produziert. Das Produkt ist in Hamburg erhältlich. Ein kleiner Kreislauf, aber ein großer Schritt Richtung Kreislaufwirtschaft.

Weniger Kunststoff – neue Angebote für die Verbraucher

Auch die Reduktion von Kunststoff steht im Fokus von Unilevers Verpackungsentwicklern. Mit dem Eco Nachfüller von Viss/Cif, mit dem ganz bequem eine Flasche neu befüllt werden kann, wird 75 % Kunststoff eingespart. Ultra-konzentrierte Weichspüler von Comfort Intense verringern den Verpackungsaufwand gegenüber herkömmlichen Produkten deutlich.

Die erste Zwischenbilanz fällt aus Sicht des Unternehmens positiv aus. Unilever wird auch in den kommenden Jahren seine ambitionierten Kunststoffziele weiter verfolgen. Mit großen Marken kann Unilever viel bewegen, um immer mehr Wertstoffkreisläufe zu schließen. Der Weg dahin führt über den Einsatz von weniger und besserem Kunststoff.

Foto: Hamburgs Wertstoff Innovative: Waschmittel-Flasche von Sieben Generationen – aus Plastikabfällen, die vollständig aus Hamburger Gelben Tonnen stammen – Unilever zieht ein Jahr nach Bekanntgabe seiner Plastikziele eine positive Zwischenbilanz. Bild: Unlilever