Bundespreis Ecodesign zum neunten Mal verliehen

Eine virtuelle Reise zu hochalpinen Gletschern, gerettetes Porzellan, kreislauffähige Jeansherstellung oder die Wiederbelebung alter Gemüsesorten – mit zukunftsweisenden Projekten, die zugleich umweltverträglich und herausragend gestaltet sind, suchen die Gewinnerinnen und Gewinner des Bundespreises Ecodesign nach Lösungen für nachhaltigere Lebensweisen.

Aufgrund der Corona-Pandemie konnte die Verleihung des Preises am 30. November nicht wie geplant in einem feierlichen Rahmen stattfinden. Der Festakt im Bundesumweltministerium wurde abgesagt. Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt loben den Bundespreis Ecodesign seit 2012 jährlich gemeinsam mit dem Internationalen Design Zentrum Berlin aus. Der Wettbewerb zeichnet in vier Kategorien Produkte, Dienstleistungen, Konzepte und Nachwuchsarbeiten aus, die aus Umwelt- und Designsicht überzeugen. Er richtet sich an Unternehmen aller Größen und Branchen sowie Studierende. Preisträger 2020

Alle Preisträger finden Sie ab 17:00 Uhr zudem in einer Online-Ausstellung.

2021 sind alle prämierten und nominierten Beiträge des Bundespreises Ecodesign 2020 in einer Wanderausstellung zu sehen.

Am 18. Januar 2021 startet die neue Wettbewerbsrunde. Die Gewinner im Einzelnen:

Kategorie Produkt

• Startec Frame Fix – Häfele GmbH & Co KG (Firmensitz: Nagold) Die mechanischen Türzargenbefestigung verzichtet gänzlich auf Schaum und ist im Gegensatz zu festen Montagen per Dübel und Schraube jederzeit verstellbar.

• EcoLine – Edding AG (Firmensitz: Ahrensburg)
Die Marker der umweltfreundlichen Produktreihe bestehen aus recyceltem Kunststoff, außerdem bietet Edding Angebote zur Lebensdauerverlängerung durch Nachfüllen und Austauschen, sowie ein Rücknahmesystem an. Der Highlighter hat auch den Blauen Engel.

Kategorie Service

• LED-Beleuchtung im LaaS Modell – Deutsche Lichtmiete (Firmensitz: Oldenburg)
Hochwertige energieeffiziente LED-Industriebeleuchtung wird im Sinne eines integrierten Kreislaufwirtschaftskonzepts entwickelt, produziert und vermietet. Endkundinnen und Endkunden können somit Energieverbrauch, CO2-Emission und Kosten reduzieren.

Kategorie Konzept

  • Expedition 2 Grad – Züricher Hochschule der Künste; Université de Fribourg (Sitz: Zürich, Schweiz)

Die virtuelle Reise rund um das Gebiet des Aletschgletschers soll insbesondere Schülerinnen und Schüler die Auswirkungen des Klimawandels in der alpinen Umgebung auf interaktive und emotionale Art und Weise vermitteln.

  • LÜCKE-Geschirr – Susann Paduch (Firmensitz: Weimar)

Fehlerhaftes Porzellan der Kahla Thüringen Porzellan GmbH wurde durch einen gestalterischen Kniff zu Design-Unikaten umfunktioniert und dem temporären Restaurant LÜCKE in Weimar zur Verfügung gestellt.

Kategorie Nachwuchs

  • New Blue – Tim van der Loo (weißensee kunsthochschule berlin)

Das Konzept für eine neuartige Jeansherstellung zeigt, wie gebrauchte Jeans mit der Technologie der Vliesbildung und digital unterstützter, industrieller Stickerei zu einem kreislauffähigen Textil umgewandelt werden kann.

  • Alte Sorten – Neu entdeckt – Jana Hoffmann (Hochschule Trier)

Das modulare Verkaufs- und Informationssystem wirbt für die Nutzung alter Gemüsesorten, informiert über deren Vorzüge und ist dabei ganzheitlich und nachhaltig gestaltet.

  • Papier Schwangerschaftstest – Yue Zhao (Muthesius Kunsthochschule)

Der Papier-Schwangerschaftstest aus Recyclingpapier reduziert im Vergleich zu handelsüblichen Tests unnötigen Plastikmüll und funktioniert dabei ebenso praktisch und akkurat.

Bild oben: Nachhaltige LED-Beleuchtungslösung im Light as a Service Modell der Deutschen Lichtmiete. Foto:Deutsche Lichtmiete