DIEFFENBACHER wird auf der IFAT 2026 gleich an zwei Ständen vertreten sein. In Halle B5 mit dem Ausschtellungsschwerpunkt Faserplatten- und Altholzrecycling sowie Waste2Product und auf dem Gemeinschaftsstand der Wirtschaftskammer Österreich in Halle A4 mit Lösungen der Business Unit Energy. Mit dem Prozess Fiber2Fiber wird die industrielle Wiederverwendung von Holzfaserplatten wie MDF, HDF und THDF inklusive Post-Consumer-Material ermöglicht. Produzenten können recycelte Fasern im industriellen Maßstab einsetzen und Frischholz substituieren. Dabei soll die Faserqualität im Vergleich zum Input-Material unverändert bleiben und es komme nur zu geringer Auffeuchtung der Fasern im Prozess.

Beim Altholzrecycling setzen die Aufbereitungs- und Recyclingkonzepte auf die direkte Zuführung von Altholz in die Produktion. Ziel ist eine höhere Unabhängigkeit von regionaler Frischholzversorgung und mehr Flexibilität bei der Beschaffung; zudem werden geringere Rohmaterialkosten gegenüber Frischholz genannt.

Kundenindividuelle Lösungen

Recyclingplatten aus GFK-Rotorblättern von Windkraftanlagen.(Foto: Dieffenbacher)

Im Bereich Waste2Product geht es um Second-Life-Produkte aus Produktionsrückständen oder Abfallstoffen. Für typische Kleinserienfertigungen werden kundenindividuelle Lösungen auf Basis kosteneffizienter Basismaschinen konzipiert. Als Ausgangsmaterialien werden insbesondere glasfaserverstärkte Kunststoffe (z. B. ausgediente Rotorblätter von Windkraftanlagen) sowie Papier-Kunststoff-Gemische (z. B. Getränkekartons) genannt. Als vorteilhaft wird beschrieben, wenn der Rohstoff als Schüttgut vorliegt und konkrete Endproduktspezifikationen (z. B. Dicke, Festigkeit, weitere Eigenschaften) definiert sind. Ein an glasfaserverstärkte Kunststoffe angepasstes Anlagendesign soll Verschleiß reduzieren und den Prozessablauf optimieren; außerdem wird die Weiterverwertung bzw. der Verkauf aussortierter Materialien wie Metall, Kohlefasern oder Balsaholz erwähnt. Platten aus Rotorblättern bzw. GFK werden als geeignet für Trockenbau, Fassadenplatten oder als Kernelement in Haus- und Brandschutztüren genannt.

Bei Papier-Kunststoff-Gemischen werden Getränkekartons wegen eines konstanten Mischverhältnisses hervorgehoben; auch Papier und Kunststofffolien aus Haushaltsmüll können eingesetzt werden. Da der geschmolzene Kunststoff als Bindemittel fungiert, sei bei der Plattenherstellung keine zusätzliche Beleimung nötig; das Endprodukt bestehe zu 100 % aus dem eingesetzten Recyclingmaterial. Als Anwendungen werden u. a. Trockenbau und Trittschalldämmung genannt. Als Startpunkt neuer Waste2Product-Lösungen wird das Technikum genannt, mit Labortests und Vorversuchen vor dem Anlagenangebot sowie F&E-Partnerschaften; die Konzepte konzentrieren sich in der Regel auf plattenförmige Endprodukte, Formteile seien grundsätzlich ebenfalls möglich.

Nachhaltige Energieerzeugung

Am Stand der Business Unit Energy werden Lösungen zur nachhaltigen Energieerzeugung mit Rost- und Wirbelschichttechnologie sowie als Schwerpunkt die Gaserzeugung genannt. Auf Basis von Forschungs- und Entwicklungskooperationen, u. a. mit der BEST in Wien, wird ein einsatzbereites Produkt beschrieben, das die Produktion eines stickstofffreien Synthesegases aus biogenen Reststoffen ermöglicht; dieses kann für die Wasserstoffproduktion oder die Synthese grüner Treibstoffe und grüner Gase eingesetzt werden.

Titelfoto: Unterschiedliche Fraktionen im Fiber2Fiber-Prozess: (v. l. n. r.) Eingangsmaterial, Material nach dem DIEFFENBACHER FiberXtractor,aufbereitete Fasern nach der Reinigung, Schwergut nach der Reinigung. (Quelle: Dieffenbacher)

Von AG