Das Kunststoffrecyclingunternehmen RiBotl Solutions betreibt in der indischen Stadt Silvassa rund 160 km nördlich von Mumbai eine recoSTAR PET 165 Bottle-to-Bottle-Recyclinganlage von Starlinger.

„Mit Hilfe der erstklassigen Recyclingtechnologie von Starlinger stellen wir EFSA- und US-FDA-konformes rPET-Granulat her. Damit zählen wir zur Riege jener Recyclingunternehmen weltweit, die über diese hochmoderne betriebsinterne Ausstattung verfügen“, so Ankit Jain, Geschäftsführer von RiBotl. Mit der PET-Bottle-to-Bottle-Recyclinganlage recoSTAR PET 165 art von Starlinger, die in der ersten Hälfte des Jahres 2025 in Betrieb genommen wurde, verfügt RiBotl über eine Produktionskapazität von bis zu 16.000 Tonnen rPET-Granulat in Flaschenqualität pro Jahr.

„Wir sind auf Post-Consumer-Abfälle spezialisiert und machen daraus lebensmitteltaugliches Material. Dabei wandeln wir ein stark variierendes Eingangsmaterial in ein rückverfolgbares und gleichbleibend hochwertiges Produkt um“, erklärt Jain. RiBotl bezieht die Post-Consumer-PET-Flaschen über das informelle Abfallsammelsystem, über das mehr als 90 Prozent der PET-Flaschenabfälle in Indien gesammelt werden.

Erfüllung der Vorgaben für Lebensmittelkontakt

Nach der Gründung im Jahr 2023 stieg RiBotl mit einer hochmodernen Produktionsanlage für rPET-Flakes in das Recyclinggeschäft ein. In einem vierstufigen Sortier- und Reinigungsprozess produziert das Unternehmen hochwertige recycelte PET-Flakes, die unter dem Markennamen DiamondPET vermarktet werden. Das auf der Starlinger-Anlage hergestellte rPET-Granulat ist eine Erweiterung dieser Marke und wird als DiamondPET-Granulat verkauft.

Nach Erhalt der endgültigen FSSAI-Zulassung (Food Safety and Standards Authority of India) für seinen PET-Recyclingprozess im März 2026 gehört RiBotl zu derzeit 13 indischen rPET-Herstellern, die lebensmitteltaugliches rPET für Verpackungsanwendungen wie Getränkeflaschen, Lebensmittelbehälter, Schalen und andere Arten von PET-Verpackungen liefern. Zu den wichtigen Voraussetzungen für die FSSAI-Zulassung gehört unter anderem die Erstellung der in den FSSAI-FCM-rPET-Richtlinien festgelegten Dokumente, Aufzeichnungen, Zertifikate sowie Audit- und Prüfberichte. Jeder zugelassene indische Recycler muss diese Voraussetzungen erfüllen; außerdem kann die FSSAI die Produktionsanlagen und Aufzeichnungen vor und nach der Zulassung überprüfen.

„Neben unserem Super-Cleaning-PET-Recyclingverfahren, das die strengsten Kriterien für Lebensmittelsicherheit wichtiger nationaler und internationaler Behörden sowie renommierter Markeninhaber erfüllt, ist die präzise Echtzeit-Prozessüberwachung inklusive Dokumentation und Datenspeicherung, mit der unsere Recyclinganlagen ausgestattet sind, sicherlich ein weiterer wichtiger Vorteil, insbesondere im Hinblick auf die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften“, erklärt Paul Niedl, kaufmännischer Leiter von Starlinger Recycling Technology.

Indiens Abfallwirtschaftsverordnung, seit 1. April 2026 in Kraft, wird dazu beitragen, die Sammelquoten und damit die Materialversorgung für Recyclingunternehmen zu erhöhen. Die im Rahmen der neuen Gesetzgebung vorgeschriebene Trennung der Abfälle in vier Stoffströme gleich an der Quelle sorgt für eine zuverlässigere Versorgung mit sauberem, einheitlichem Material und verbessert in der Folge die Qualität des Eingangsmaterials. Dies erhöht nicht nur die Verwertungs- und Recyclingeffizienz, sondern ermöglicht auch den Einsatz technologiegestützter Lösungen wie intelligente Sammlung, datengesteuerte Routenplanung und automatisierte Sortierung.

Titelfoto: Starlinger

Von Axel

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