Mit der G-Max primus 13 erweitert WITTMANN sein Angebot an Schneidmühlen für das Recycling von Angüssen und Fehlteilen. Das auf der Fakuma 2026 vorgestellte Modell ist für den Einsatz direkt an Spritzgießmaschinen ausgelegt.

Die WITTMANN Gruppe hat auf der Fakuma 2026 in Friedrichshafen die neue Schneidmühle G-Max primus 13 vorgestellt. Sie wurde für die Zerkleinerung von Produktionsabfällen beim Spritzgießen entwickelt und soll deren direkte Wiederverwertung im Produktionsprozess erleichtern. Das Modell ergänzt die Primus-Produktreihe des Unternehmens, die auf standardisierte Anwendungen mit begrenztem Optionsumfang ausgerichtet ist.

Die G-Max primus 13 verfügt über eine Motorleistung von 2,2 kW und eignet sich laut Hersteller für die Zerkleinerung weicher bis mittelharter Kunststoffe, darunter Polypropylen (PP), Polyethylen (PE), Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS), Polycarbonat (PC), Polyamid (PA) und Polyurethan (PUR).

Offener Rotor unterstützt die Kühlung

Ein Merkmal der Schneidmühle ist das offene Rotordesign. Der Luftstrom zwischen den rotierenden Messern und der Rotorachse erzeugt einen Kühleffekt. Dadurch lassen sich nach Herstellerangaben auch noch warme Angüsse und Fehlteile effizient zerkleinern.

Die Mühle ist für den geräuscharmen und mobilen Einsatz an Spritzgießmaschinen mit Schließkräften bis zu 400 Tonnen konzipiert. Ihre Einwurfhöhe beträgt 1.310 mm und entspricht damit derjenigen der bestehenden G-Max 13 Modelle.

Für Wartungs- und Reinigungsarbeiten lässt sich der Einfülltrichter kippen, wodurch die Mahlkammer von oben zugänglich wird. Sieb und Schneidmesser können ohne Werkzeug gewechselt werden. Zur Standardausstattung gehört außerdem ein Sammelbehälter mit einem Volumen von 13 Litern. Dieser soll in vielen Anwendungen einen zusätzlichen Beistellbehälter überflüssig machen.

Standardisierte Ausstattung für definierte Anwendungen

Mit der G-Max primus 13 richtet sich WITTMANN an Spritzgießverarbeiter, deren Recyclingaufgaben keine Sonderausstattung erfordern. Der bewusst begrenzte Optionsumfang soll die Herstellungskosten reduzieren und eine schnelle Verfügbarkeit ermöglichen.

Das Primus-Konzept setzt WITTMANN bereits bei weiteren Produktgruppen ein, darunter Spritzgießmaschinen, Materialversorgung, Temperiertechnik und Automatisierung. Die neue Schneidmühle erweitert dieses Angebot im Bereich des produktionsintegrierten Recyclings.

Durch die Zerkleinerung von Angüssen und Fehlteilen direkt am Entstehungsort können Kunststoffverarbeiter Produktionsreste für eine erneute Verarbeitung aufbereiten. Ob und in welchem Umfang das Mahlgut wieder eingesetzt werden kann, hängt unter anderem vom jeweiligen Material und den Anforderungen an das herzustellende Produkt ab.

Bild oben: Mit der G-Max primus 13 stellte WITTMANN auf der Fakuma 2026 eine neue Schneidmühle für ein besonders kosteneffizientes Inhouse-Recycling von Angüssen und Fehlteilen vor. Foto: WITTMANN

Von Philipp

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