BRT HARTNER bietet ab sofort mehr als 30 standardisierte Systemlösungen für den internationalen Markt an. Das Angebot reicht von Vorschaltanlagen bis zu kompletten Aufbereitungslinien und soll mit vordefinierten Preisen sowie geringerem Planungsaufwand mehr Planungssicherheit schaffen.
BRT HARTNER erweitert sein Angebot um ein neues Geschäftsfeld. Künftig bietet der Recyclingmaschinenbauer nach eigenen Angaben mehr als 30 standardisierte Systemlösungen unterschiedlicher Größe und Komplexität zu vordefinierten Preisen an. Wie das Unternehmen mitteilt, basiert dieser Schritt auf der Erfahrung, dass sich viele Anfragen im mechanischen Recycling in ähnlicher Form wiederholen. Das gelte sowohl für kleine Frontends mit Vorzerkleinerer, Überbandmagnet und Förderband als auch für komplexere Sortierlinien. Aus diesen Erfahrungswerten habe BRT HARTNER standardisierte Lösungen mit klar definiertem Leistungsumfang entwickelt. Ziel sei es, den Planungsaufwand zu reduzieren, die Kosten zu senken und Kunden von Beginn an einen Festpreis zu bieten. Individuell kalkuliert werden müssen laut Unternehmen weiterhin standortabhängige Kosten wie Transport und Baumaßnahmen.
Modulare Vorschaltanlagen und skalierbare Linien
Zum Angebot gehören sowohl Vorschaltanlagen als auch Aufbereitungslinien, die sich in größere Prozesse integrieren lassen. Die Vorschaltanlagen sind wahlweise mit Vorzerkleinerer, Sacköffner oder Ballenentdrahter erhältlich. Je nach Bedarf können sie mit Förderband, Überbandmagnet, Drehverladung zur beidseitigen Containerbefüllung und verschiedenen Siebsystemen ausgestattet werden.
Darüber hinaus bietet BRT HARTNER Aufbereitungslinien in unterschiedlichen Durchsatzgrößen an, die bei Bedarf modular nebeneinander betrieben werden können. Nach Angaben des Unternehmens soll dieses Prinzip die Anlagenverfügbarkeit verbessern, da bei Wartung oder Service nur eine Linie stillsteht und nicht die gesamte Anlage.
Lösungen für Siedlungsabfälle, Mischpapier und Bauabfälle
Die standardisierten Systeme decken laut BRT HARTNER verschiedene Inputströme und Anwendungen ab. Genannt werden unter anderem die Kompostfeinaufbereitung, Kleinanlagen zur Trennung von Mischpapier in Papier, Pappe, Kartonage und Verbundstoffe sowie Aufbereitungslinien für Verpackungs- und Baumischabfälle.
Für Siedlungsabfälle bietet das Unternehmen mehrere Ansätze an, darunter Konzepte für die mechanische Vorbehandlung, die biologische Trocknung mit dem CONVAERO-System sowie die Ersatzbrennstofferzeugung mit dem Eggersmann-FUEL-Verfahren. Für diese Anwendungen stehen laut BRT HARTNER Anlagengrößen für 150, 250, 500 und 1.000 t Siedlungsabfall pro Tag zur Verfügung. Auch Zwischenstufen wie 650 oder 1.250 t pro Tag lassen sich demnach modular zusammenstellen. Beim Ersatzbrennstoff unterscheidet das Unternehmen zwischen klassisch rein mechanisch erzeugtem EBS und Varianten mit getrockneter Biomasse für einen höheren Brennwert.
Neues Angebot auch für Anlagenbauer gedacht
Mit den standardisierten Systemlösungen will BRT HARTNER nach eigenen Angaben nicht in Konkurrenz zum klassischen Anlagenbau treten. Vielmehr richtet sich das Angebot auch an Anlagenbauer, die mehrere Maschinen als Gesamtpaket anfragen und ihren Planungsaufwand sowie die Zahl der Schnittstellen verringern wollen.
Zugleich zielt das Unternehmen auf Kunden, die mehr als eine einzelne Stationärmaschine benötigen, aber noch keine individuell geplante Gesamtanlage. Dafür sollen die neuen Systeme eine preisgünstige und vergleichsweise schnell umsetzbare Lösung bieten.
Bild oben: Unter den Systemlösungen von BRT HARTNER finden sich auch vollständige Anlagenkonzepte, welche nur noch an die Gegebenheiten vor Ort angepasst werden müssen (Visualisierung einer Sortieranlage). Abbildung: BRT Hartner
