STADLER stellte auf der IFAT 2026 seine Plattform STADLERconnect anhand eines interaktiven Demo Loops vor und zeigte, wie datenbasierte Einblicke messbare Verbesserungen bei Anlagenleistung und ‑effizienz ermöglichen. Im Rahmen der begleitenden Presseveranstaltung hoben die Geschäftsführer des Unternehmens zudem das anhaltende internationale Wachstum hervor – darunter ein neues Büro in Japan, der Ausbau der Aktivitäten in Indien sowie laufende Projekte weltweit.
Die STADLER Anlagenbau GmbH, global tätiger deutscher Spezialist für Planung, Fertigung und Montage schlüsselfertiger Sortieranlagen, präsentierte auf der IFAT 2026 in München ihre Vision für die nächste Entwicklungsstufe der Recyclingbranche und stellte datengetriebene Betriebs- und Optimierungskonzepte in den Mittelpunkt der Anlagensteuerung.

Auf der Presseveranstaltung am 4. Mai stellte das Unternehmen zunächst seine digitale Plattform STADLERconnect vor, gefolgt von einer Live-Demonstration, bei der integriert arbeitende digitale Lösungen den Einfluss auf Anlagenleistung, Verfügbarkeit und Effizienz veranschaulichten. Medienvertretende aus aller Welt und Fachbesucherinnen und Besucher aus der Branche bestätigten damit erneut die Bedeutung der IFAT als zentrale Plattform für STADLER, um mit Kundinnen, Kunden und Partnern aus aller Welt in Kontakt zu treten und seine neuesten Entwicklungen einem weltweiten Publikum zu präsentieren.
Zum Auftakt begrüßten die Co-Geschäftsführer Willi Stadler und Julia Stadler die Anwesenden und skizzierten die strategische Ausrichtung des Unternehmens, bei der sowohl das internationale Wachstum als auch der Ausbau digitaler Lösungen im Fokus stehen.
“Die IFAT ist für uns traditionell der Ort, an dem wir uns mit der weltweiten Recyclingindustrie austauschen. Gleichzeitig bietet sie Raum zur Reflexion darüber, wie sich unser Unternehmen weiterentwickelt“, erklärte Willi Stadler. „Heute wachsen wir geografisch – etwa mit einem neuen Büro in Japan und einer stärkeren Präsenz in Märkten wie Indien und Polen. Gleichzeitig festigen wir unsere Rolle als langfristiger Partner unserer Kundinnen und Kunden weltweit, indem wir bewährte Ingenieurskunst mit neuen, trendgerechten Lösungen verbinden.”
„Die Recyclingindustrie tritt in eine neue Phase ein: Daten bestimmen zunehmend den Betrieb und die Optimierung von Anlagen“, ergänzte Julia Stadler. „Wir entwickeln uns daher über das klassische Anlagenengineering hinaus und ermöglichen intelligent vernetzte Prozesse. Digitale Lösungen wie STADLERconnect werden so zu einem Kernbestandteil unserer Strategie – sie unterstützen unsere Kundschaft dabei, Leistung zu steigern, Stillstandzeiten zu reduzieren und fundiertere Entscheidungen zu treffen.“
Digitale Anlagenoptimierung zum Anfassen
Im Mittelpunkt des zweiten Veranstaltungsteils stand STADLERconnect, die cloudbasierte Plattform, die Echtzeit-Anlagendaten und Künstliche Intelligenz (KI) nutzt, um Maschinen und Materialdaten in messbare Leistungsverbesserungen umzusetzen. Herzstück der Präsentation war der STADLER Demo Loop – ein vollständig integriertes Setup rund um eine Mini-Sortieranlage. Dr. Nils Kroell und Dr. Xiaozheng Chen (Leitung Digital Solutions, STADLER Gruppe) sowie Dr. Bastian Küppers (Leitung Verfahrenstechnik, STADLER Gruppe) führten durch das System, zeigten die Anpassung zentraler Prozessparameter und simulierten Automatisierungsszenarien. Gleichzeitig machte der AI Material Compass die Auswirkungen auf Materialflüsse und Prozessleistung in Echtzeit sichtbar. Anwendungen wie Predictive Maintenance, Blockage Detection, Downtime Tracker, Production Report und Adaptive Plant Control verdeutlichten, wie digitale Werkzeuge die Anlagenperformance direkt beeinflussen.

„Mit unserem Demo Loop auf der IFAT gehen wir vom bloßen Erklären von Prozessen zur praktischen Demonstration über. Die Anlage wurde speziell für die IFAT entwickelt, um unsere Lösungen in Aktion zu zeigen: Wenn Besucher reale Betriebsbedingungen simulieren, können sie live beobachten, wie digitale Werkzeuge mit der Anlagenleistung interagieren und vom passiven Monitoring zur aktiven Prozesssteuerung übergehen“, erläuterte Dr. Küppers.
Es folgten ausführliche Erläuterungen der einzelnen Stationen und Anwendungen. STADLERs Ansatz für digitale Lösungen verbindet verfahrenstechnische Expertise mit eigens entwickelter Hardware und modernster Sensortechnik.
„Als OEM und schlüsselfertiger Anlagenbauer entwickelt STADLER seine digitalen Lösungen auf Grundlage tiefgehender Prozess- und Engineering-Kompetenz und integriert maßgeschneiderte Hardware wie unseren AI Material Compass. Dadurch erreichen wir eine Datenqualität und Prognosegenauigkeit, die reine Softwareanbieter nicht erzielen können“, erklärte Dr. Kroell.
Dieser Ansatz liefert bereits messbare Ergebnisse in der Praxis. „STADLERconnect ist bereits in Kundenanlagen in neun Ländern sowie im STADLER Testzentrum in Krško (Slowenien) im Einsatz. Mit Modulen, die an mehr als 40 Kundenanlagen verkauft wurden, ermöglicht die Plattform den Betreibern spürbare Einsparungen, indem sie ungeplante Stillstandszeiten verhindert und die Qualitätskontrolle automatisiert“, erläuterte Dr. Chen.

„Diese Fähigkeiten zeigen, wie eine einheitliche, anlagenweite Plattform Maschinen‑ und Materialdaten kombinieren kann, um die Anlagenleistung zu optimieren. In spezifischen Anwendungen wurden so messbare Ausbeutesteigerungen von bis zu 18 % erzielt“, ergänzte Dr. Chen.
Der Fokus auf messbare Wirkung und operative Leistung wurde während der Sitzung weiter betont. „Mit STADLERconnect verwandeln wir Anlagendaten in echten operativen Nutzen. Durch die Kombination unseres OEM-Know-hows mit maßgeschneiderter Hardware und intelligenter Software liefern wir digitale Lösungen, die über reine Visualisierung hinausgehen und messbare Verbesserungen bei Anlagenleistung, Verfügbarkeit und Effizienz für unsere Kunden bewirken – wie zahlreiche Kundenanlagen belegen“, schloss Dr. Kroell.
Erweiterung des Produktportfolios und Ausbau der weltweiten Präsenz zur Unterstützung des Marktwachstums
STADLER stellte auf der IFAT außerdem ein neues Produkt vor: den Air Drum Sifter. Dieses kompakte System vereint einen Trommelsichter mit einem integrierten Abscheider und ist darauf ausgelegt, sowohl schwere als auch leichte Schüttgüter zu verarbeiten. Durch einen präzise gesteuerten Luftstrom trennt das System die Materialien in definierte Fraktionen und hilft zugleich, Störstoffe zu entfernen.
STADLER hob zudem mehrere jüngste Entwicklungen hervor, die sein anhaltendes internationales Wachstum und die strategische Expansion unterstützen. In Japan kündigte das Unternehmen die bevorstehende Eröffnung eines neuen Büros an – ein bedeutender Schritt zur Stärkung seiner Präsenz in einem der weltweit fortschrittlichsten Recyclingmärkte und zur Intensivierung der Zusammenarbeit mit lokalen Kunden. In Indien vergrößert STADLER seinen Fußabdruck in wachstumsstarken Märkten; starke Chancen wurden sowohl im Bereich kommunaler Siedlungsabfälle als auch beim Kunststoffrecycling identifiziert. Zur Unterstützung dieser Entwicklung hat das Unternehmen vor Kurzem Rahul Bajaj zum Sales & Country Manager India ernannt.

In Europa stärkt das Unternehmen seine Präsenz durch die jüngste Ernennung von Łukasz Tomsia zum Sales & Country Manager Polen und festigt damit seine Vertriebsaktivitäten in der Region.
Vom Anlagenbau zu intelligenten, vernetzten Betriebsabläufen
Insgesamt unterstrich STADLERs Auftritt auf der IFAT 2026 eine klare strategische Ausrichtung: vom klassischen Anlagenbau hin zu intelligenten, vernetzten Betriebsabläufen. Durch die Kombination seiner bewährten Expertise im Anlagendesign mit fortschrittlichen digitalen Fähigkeiten hilft das Unternehmen, die nächste Generation leistungsstarker Sortieranlagen zu gestalten und seinen Kunden einen effizienteren, zuverlässigeren und transparenteren Betrieb zu ermöglichen.
„Dies ist eine natürliche Weiterentwicklung für STADLER“, sagte Willi Stadler. „Unser Ziel ist es, unsere Kunden nicht nur mit herausragender Ingenieurskunst zu unterstützen, sondern ihnen auch die Werkzeuge an die Hand zu geben, mit denen sie ihre Anlagen optimieren und sich für die Zukunft rüsten können.“
Bild oben: Die neue Plattform wurde anhand eines interaktiven Demo Loops auf der IFAT vorgestellt. Foto: STADLER
