Gerresheimer hat nach einer Testphase am Standort Pfreimd eine Photovoltaikanlage erfolgreich in Betrieb genommen. Die Anlage auf den Dächern von zwei Produktionsgebäuden verfügt über einer installierten Leistung von 500 Kilowatt Peak (kWp) und erzeugt jährlich rund 500.000 Kilowattstunden (kWh) Strom. Mit der neuen Anlage baut Gerresheimer den Anteil erneuerbarer Energie an der Energieversorgung des Standortes aus und reduziert zeitgleich die jährlichen CO2e-Emissionen um rund 195 Tonnen. Bis 2030 will Gerresheimer an allen Produktionsstandorten weltweit den Anteil von Strom aus erneuerbaren Quellen auf 100 % steigern und seine Scope-1- und Scope-2-CO2e-Emissionen um 52 % gegenüber dem Basisjahr 2019 senken.
„Auch wenn der Solarstrom von unseren Dächern nur einen Teil unseres Gesamtverbrauchs abdeckt, machen wir unsere Energieversorgung damit bereits unabhängiger, besser planbar und zukunftssicher – und leisten zugleich einen konkreten Beitrag zur schrittweisen Ablösung fossiler Energieträger“, erklärt Jochen Dörr, Global Head of Sustainability Management & Energy Technology bei Gerresheimer Medical Systems.
Solarstrom von eigenen Dächern
Die Photovolatikanlage auf den Dächern der Produktionsgebäude in Pfreimd wird rund jährlich rund 500.000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Das entspricht rechnerisch dem Jahresverbrauch von etwa 125 Einfamilienhäusern. Der Solarstrom wird vollständig vor Ort für die Energieversorgung des Standortes genutzt und verringert die Abhängigkeit von externen Stromquellen und schützt das Unternehmen vor starken Preisschwankungen auf dem Strommarkt.
Realisiert wurde das Projekt über ein Power Purchase Agreement (PPA) mit einem regionalen Elektrotechnik-Unternehmen, der Hardy Barth GmbH . Bei diesem Modell übernimmt die Hardy Barth GmbH Finanzierung, Bau, Betrieb und Wartung. Gerresheimer nimmt den erzeugten Strom über einen langfristigen Vertrag zu fest vereinbarten Konditionen ab.
Dadurch entstehen für das Unternehmen keine Anfangsinvestitionen. Zugleich bietet das Modell Planungssicherheit bei den Stromkosten und reduziert technologische und operative Risiken. Nach Beendigung der Vertragslaufzeit geht die Photovoltaiktechnik in das Eigentum von Gerresheimer über.
Rasche Umsetzung und Inbetriebnahme
Nur rund 12 Monate lagen zwischen der ersten Planung der Photovoltaik-Dachanlage bis zur erfolgreichen Inbetriebnahme. „Die rasche Umsetzung ist das Ergebnis guter Zusammenarbeit“, sagt Birgit Heindl, Senior Plant Director Pfreimd, Gerresheimer Regensburg GmbH, Pfreimd, Deutschland. „Unser Dank gilt allen Projektbeteiligten, die das Vorhaben vorangetrieben und innerhalb kurzer Zeit erfolgreich umgesetzt haben. Wir können damit den Anteil erneuerbarer Energien an unserer Stromversorgung deutlich ausbauen.“
Am Standort Pfreimd produziert Gerresheimer mit rund 600 Mitarbeitenden kundenspezifische Drug-Delivery-Systeme, Diagnostik- und Medizinprodukte. Dazu zählen beispielsweise Applikatoren, Autoinjektoren, Inhalatoren, Laborverbrauchsmaterial, vorfüllbare Polymerspritzen und Komponenten für On-Body-Devices. Details zum Engagement im Bereich Nachhaltigkeit finden sich auch im Nachhaltigkeitsbericht des Unternehmens.
Bild oben: Gerresheimer-Standort Pfreimd mit neuer Photovoltaikanlage auf den Dächern der Produktionsgebäude. Foto: Gerresheimer
