VinylPlus beklagt Votum gegen das PVC-Recycling

Am 12. Februar 2020 hat das Europäische Parlament für den Entschließungsantrag des Umweltausschusses (ENVI) gestimmt, die von der EU-Kommission geplanten Ausnahmen für die Verwendung von bleihaltigem Rezyklat nicht zuzulassen, und widerspricht damit der wissenschaftlichen Bewertung der eigenen Behörde. Die Europäische Chemikalienagentur mit deren Fach-Ausschüssen hat sich im Vorfeld für Ausnahmen in ausgewählten Anwendungen ausgesprochen.

Der Verband VinyPlus beklagt das Abstimmungsergebnis im EU-Parlament widerspreche den Zielen der Kreislaufwirtschaft und gefährde nicht nur bereits getätigte, sondern auch künftige Investitionen in das PVC-Recycling.

VinyPlus-Geschäftsführerin Brigitte Dero warnt vor Konsequenzen

In einem Statement erklärte die Geschäftsführerin des Verbandes: “VinylPlus, das Nachhaltigkeitsprogramm der europäischen PVC-Branche, bedauert das heutige Abstimmungsergebnis im Europäischen Parlament zu der von der EU-Kommission vorgeschlagenen Ausnahmeregelung zur weiteren Verwendung von bleihaltigem Rezyklat aus Alt-PVC. Diese Abstimmung widerspricht der strengen wissenschaftlichen Bewertung durch die Europäische Chemikalienbehörde (ECHA), die zu dem Schluss kam, dass das Recycling derzeit die beste Lösung für PVC-Abfälle mit diesen Additiven darstellt.” Die Stellungnahme der ECHA finden Sie hier.

Da es keine alternative Lösung gebe, sei eine mögliche Folge der heutigen Abstimmung, dass alte PVC-Produkte aus langlebigen Anwendungen deponiert oder energetisch verwertet werden müssen. Dies führe zu einer wesentlich höheren Umweltlast für die zukünftige Generationen. Das Abstimmungsergebnis verzögere außerdem das Einfuhrverbot von bleihaltigen PVC-Produkten nach Europa. Die daraus resultierende Rechtsunsicherheit gefährde zukünftige Investitionen ins Recycling, untergraba die Ziele der europäischen Kreislaufwirtschaft und beschränke erheblich das Erreichen der Recyclingziele, die im Rahmen der Circular Plastics Alliance angestrebt werden.

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