Sikora stellt mit dem X-RAY 8000 ADVANCED ein Röntgenmesssystem für die Inline-Qualitätskontrolle in CV-Linien vor. Das System misst zentrale Kabeldimensionen direkt im Produktionsprozess und soll Herstellern helfen, Material effizienter einzusetzen.

Die Energiewende erhöht die Anforderungen an das Stromsystem. Die Bundesnetzagentur beschreibt Systemstabilität als Robustheit des Stromnetzes gegenüber Störungen. Eine zuverlässige Stromversorgung setze ein stabiles System und eine widerstandsfähige Infrastruktur voraus. Energiekabel sind ein Bestandteil dieser Netzinfrastruktur, etwa als See- und Erdkabel für den Stromtransport.

Messung direkt nach dem Extruder

Zusammenspiel des X-RAY 8000 ADVANCED am Anfang und des X-RAY 8700 NXT am Ende der CV-Linie für eine optimale Prozesskontrolle. Abbildung: Sikora

Das X-RAY 8000 ADVANCED wird direkt nach dem Extruder im CV-Rohr eingesetzt. Dort misst es Wanddicke, Exzentrizität, Durchmesser und Ovalität des Kabels. Diese Werte sind für die Prozessführung wichtig, weil Abweichungen früh erkannt und korrigiert werden können.

Nach Herstellerangaben arbeitet das System mit 16 Messsensoren. Dadurch sollen die Messabstände reduziert werden. Sikora gibt an, dass Messwerte in weniger als 30 Sekunden verfügbar sind. Die Zentrierung kann dadurch früh im Prozess erfolgen. Die Regelung auf Sollmaß soll innerhalb von 100 Sekunden möglich sein.

Weniger Materialeinsatz durch engere Prozessführung

Sikora nennt als möglichen Effekt eine Wanddickenreduzierung von rund fünf Prozent. Dadurch ließen sich Material und Kosten einsparen. Laut Unternehmen entspricht dies einer CO₂-Reduktion von rund 375 Tonnen pro Jahr. Diese Zahlen sollten im Bericht ausdrücklich als Herstellerangaben gekennzeichnet werden.

Ressourceneffizienz beginnt nicht erst beim Recycling, sondern bereits in der Produktion. Wenn Wanddicken genauer gesteuert werden, kann unnötiger Materialeinsatz vermieden werden, ohne die geforderte Kabelqualität zu unterschreiten.

Ausstattung für den Linieneinsatz

Neben der Messgeschwindigkeit verweist Sikora auf die XLL-Röntgentechnologie, die für eine lange Betriebsdauer ausgelegt ist. Selbstreinigende und nicht-toxische NTX-Messfenster sollen das Handling in der CV-Linie erleichtern. Zum System gehört außerdem ein Schaltschrank mit Industrie-PC. Die Messwerte werden in Echtzeit auf einem TFT-Monitor visualisiert und protokolliert.

Ergänzende Endkontrolle mit X-RAY 8700 NXT

Für die finale Qualitätskontrolle am Ende der CV-Linie nennt Sikora das X-RAY 8700 NXT. Dieses System erfasst die Kaltwerte des Kabels. In Kombination mit dem X-RAY 8000 ADVANCED am Linienanfang sollen sich nach Herstellerangaben auch Schrumpfungswerte der drei Isolationsschichten bestimmen lassen.

Damit deckt Sikora sowohl die frühe Prozesskontrolle als auch die abschließende Qualitätsprüfung ab. Für Kabelhersteller kann eine solche Inline-Messung dazu beitragen, Produktionsprozesse stabiler zu führen, Materialeinsatz zu senken und die Qualität von Energiekabeln abzusichern.

Bild oben: Das X-RAY 8000 ADVANCED wird zur Qualitätskontrolle in CV-Anlagen eingesetzt. Foto: Sikora

Von fil