Die TSR Group und BASF wollen gemeinsam das Recycling von Elektroautobatterien in Europa ausbauen. Wie die Unternehmen mitteilten, umfasst die Kooperation zunächst das Zerlegen und Entladen ausgedienter Batterien sowie deren Verarbeitung zu Schwarzmasse, einem Zwischenprodukt für die Rückgewinnung von Batterierohstoffen.

Nach Angaben der Unternehmen sollen darüber hinaus weitere gemeinsame Aktivitäten geprüft werden. Dazu zählen die Verarbeitung von Metallfraktionen aus Abfallströmen der Schwarzmassenproduktion sowie eine engere Zusammenarbeit in der Logistik für Altbatterien.

TSR zerlegt und entlädt Batterien

TSR, ein Metallrecyclingunternehmen der REMONDIS-Gruppe, bringt in die Kooperation unter anderem ein europaweites Netzwerk von mehr als 190 genehmigten Standorten sowie Erfahrung in der Aufbereitung von Metallfraktionen und Elektronikkomponenten ein. Über das Joint Venture BLC, das gemeinsam mit Rhenus Automotive gegründet wurde, übernimmt das Unternehmen nach eigenen Angaben das Zerlegen und Entladen von Altbatterien.

Standort Schwarzheide

BASF betreibt am Standort Schwarzheide eine Anlage zur Herstellung von Schwarzmasse. Durch die Zusammenarbeit erweitert das Unternehmen sein Recycling-Netzwerk in Europa um zusätzliche Märkte und Dienstleistungen entlang des Batterierecyclingkreislaufs. Beide Unternehmen ordnen die Partnerschaft in den Aufbau einer europäischen Kreislaufwirtschaft für Batteriematerialien ein. Ziel sei es, die Rückführung strategisch relevanter Rohstoffe zu stärken und industrielle Wertschöpfung in Europa zu halten.

Bild oben: Partnerschaft für Batterie­recycling in Europa: Daniel Schönfelder, Leiter des Unternehmens­bereichs Battery Materials bei BASF, und Marc Affüpper, Geschäfts­führer der TSR Group, kooperieren beim Recycling von Elektro­auto­batterien in Europa.
Foto: BASF

Von fil